R1 – ein unvergessliches Erlebnis

Frankreich, Belgien, Niederlande, Deutschland, Polen, Litauen, Lettland, Estland und Russland! Der R1 beginnt in Boulogne-sur-Mer bzw. Calais in Frankreich und endet in Russland in St. Petersburg. Von Boulogne-sur-Mer bis St. Petersburg verbindet er auf mehreren tausend Kilometern neun europäische Länder.

Wir absolvieren die Strecke in mehreren Jahren und opfern dafür zum Schluss sogar unseren Jahresurlaub. Nicht immer planten wir den Originalweg R1 und machten das von logistischen Gründen und sonstigen Sicherheitsaspekten abhängig. Wir haben mit Beendigung der Strecke für das KJ 2018 dann 3.749 km zurückgelegt.

Wir haben etwas Außergewöhnliches gesucht, wovon wir unseren Kindern und Enkelkindern erzählen können. Das fanden wir mit dem Projekt, den Europaradweg R1 bis nach St. Petersburg zu befahren. Am Anfang glaubten wir insgeheim wohl nicht daran, bis nach Russland zu kommen. Gesagt hatte das natürlich keiner so richtig. Es war mehr ein Wunsch und die Hoffnung darauf, dass sich bei fortschreitender Tour noch „Freiwillige“ finden. Denn die fremden Kulturen in allen ihren Facetten forderten schon gedanklichen Respekt. Aber schnell merkten wir auf den einzelnen Streckenabschnitten in den verschiedenen Ländern, dass die Gastfreundschaft sowie die Hilfsbereitschaft überwog.

Die Reise verband zudem körperliche und geistige Anstrengung und war trotzdem als Urlaub zu bewerten. Mit dem Wetter hatten wir Glück. Überwiegend schien im Mai und Juni der Jahre die Sonne. Es gab zwar auch einzelne Regentage, die wir aber mit unserer speziellen Bekleidung gut überstanden haben. Natürlich hatten wir auch einige Radpannen. Speichen- und Gepäckträgerbrüche sowie einige Plattfüße und eine „Acht“ waren zu beheben. Entweder konnten wir selbst Hand anlegen oder wir fanden einige findige „Schrauber“, die uns halfen.

Wir sind uns darüber einig, dass die folgenden Beschreibungen nur einen Bruchteil dessen ausmachen, was wir geplant und erlebt haben. Wir haben unterwegs viele Fotos und Filme geschossen und haben uns nach jeder Tour zu einem Revival wieder zusammengefunden. Hierbei kommen die Erlebnisse dann immer wieder in das Gedächtnis zurück und kein Foto mag sie in der Form beschreiben können.

Mehr über die einzelnen Touren in den zurückliegenden Jahren im Blog