Tour 2018 – Zusammenfassung

Unsere Strecke für 2018:

 

16. Mai 2018:

Schriftlicher Ausblick der Tour 2018 aus Zeitungsbericht vom 16.05.2018.

Der Weg von Calais nach St. Petersburg

 

05. Juni 2018

Wir sind startklar!

Heute Abend bei unserem Sponsor Zweirad Nieberding. Die Räder wurden versandfertig für den Flug nach Petersburg verpackt. Danach haben sich alle ein wenig gestärkt.

An dieser Stelle vielen Dank an Marion, Franz-Josef und Lars für das Bereitstellen der Kartons, um die Räder flugfertig zu verpacken und das  zusätzliche Bereitstellen von Ausrüstungsmaterial. Jetzt kann es losgehen auf die fast 1000 km lange Strecke durch Russland sowie Estland bis hin zu unserem Ziel Liepaja in Lettland. Wir sind schon voller Vorfreude. Nach monatelanger Vorbereitung soll die Reise jetzt beginnen. Wir freuen uns auf den Start in Russland, St. Petersburg.

In zwei Tagen werden wir täglich einige Zeilen und Bilder für alle Interessierten hier fortlaufend einstellen.

 

08. Juni 2018

Nach einem zweieinhalbstündigen Flug

Blick aus dem Flugzeug auf dem Flug nach St. Petersburg

sind wir in St. Petersburg gelandet.

Flughafen St. Petersburg

Die Temperatur beträgt leider nur 14 Grad. Etwas abenteuerlich gestaltete sich der Transport der Fahrräder.  In Hamburg als auch St. Petersburg waren viele Leute über unser überdimensionales Gepäck erstaunt.

Wir reisen mit richtig Gepäck

Bevor am Montag, den 11.6.18, die Radtour richtig beginnt, erkunden wir noch zwei Tage diese interessante Stadt.

 

09. Juni 2018

Wir sind früh aufgestanden. Nach einem spartanischen und zugeteilten Frühstück starten wir unsere Guidetour durch St. Petersburg.

Hier leben mehr als 5 Millionen Menschen. Die Stadt ist voll von Menschen und unzähligen Autos. Der Abgasskandal aus Deutschland ist hier nicht bekannt und bewirkt nur ein ungläubiges Grinsen. Hier sind die Menschen stolz auf ihre Stadt. Die Preise sind in der Metropole allerdings auch gepfeffert.

Wir besichtigten das Fußballstadion in dem die Spiele der Fußballweltmeisterschaft stattfinden werden,

Die Fußballweltmeisterschaft

sowie viele kulturelle Sehenswürdigkeiten, insbesondere prachtvolle Kirchen.

 

Auch den russischen Wodka und einige Essensspezialitäten durften wir schon probieren.

Morgen folgt der 2. Teil der Guidetour und dabei besichtigen wir auch das Bernsteinzimmer.

 

10. Juni 2018

Heute besuchten wir am zweiten Tag unserer Guidetour den Katharinenpalast in Puschkin.

 

Karte Katharinenpark
Katharinenpalast
Im Katharinenpalast

 

Puschkin ist etwa 25 km von St. Petersburg entfernt. Hier bestaunten wir auch das berühmte Bernsteinzimmer. Leider durften genau in diesem Raum keine Fotoaufnahmen gemacht werden.

Zum Abschluss fuhren wir noch mit der berühmten U-Bahn „Rote Linie“.

U-Bahn Plan „Rote-Linie“

 

U-Bahn-Station St. Petersburg

Auffallend ist die Sauberkeit in den Städten und auf den öffentlichen Plätzen.

Morgen beginnt dann die Rückreise mit dem Rad in Richtung Westen.

 

11. Juni 2018

Soweit die Räder laufen oder „You are crazy“

Peter‘ s Rad bepackt

Die Ausfahrt aus St. Petersburg birgt bereits einige Überraschungen. Die Russen sagten zu uns, „You are crazy“ und meinten damit auch das Radfahren in St. Petersburg, wo es keine Radwege gibt und wir im Grossstadtverkehr versuchen mitzuschwimmen. Langsam verstehen wir den Hinweis und kämpfen uns immer wieder über mehrspurige Strassen. Teilweise fahren wir auch auf der Autobahn.

Der Navigator sucht den Weg

Nun sind wir bereits in Peterhof und besuchen auch dessen Sehenswürdigkeit.

Gruppenfoto vor dem Peterhof

Hier werden wir überraschend vor einer Kathedrale mit einem „Moin“ begrüsst. Zwei Leipziger sind ebenfalls seit Wochen schon mit dem Rad unterwegs und haben als Ziel Norwegen.

Ein Moin in Russland

Der Peterhof-Palast selbst ist ein Zuschauermagnet. Da wir nicht stundenlang anstehen wollen, bewundern wir diesen nur von aussen. Heute waren lediglich 60 km mit ein paar Höhenmetern zu absolvieren.

Ab morgen beginnt dann der Teil, den es durchzuhalten gilt. In Russland sind Radfahrer die Ausnahme.

 

12. Juni 2018

Der Weg ist das Ziel

Nur das kann fast das heutige Motto gewesen sein. Denn unterwegs trafen uns unendliche Weiten, bestehend aus langweiligen und größtenteils sehr schlechten Strecken durch große Waldstücke und vernachlässigte Ortschaften.

Lediglich am Anfang der Tagestour waren sich die Navigatoren Günter und Hubert nicht einig und wir „verirrten“ uns in der russischen Steppe.

Russische Weiten

Das Wetter konnte sich nicht entscheiden. Es war mal kalt, dann wieder schwül und warm und es regnete zeitweise. Ebenso unentschlossen waren wir auch mit unserer Kleidung.

Schwierig ab der Abfahrt in Gostilitzy waren auch die Verpflegungsmöglichkeiten für die ersten 90 km. Wir hielten uns mit Wasser und Eiweissriegel über Wasser.

Estnische Grenze

Kurz vor der russisch-estischen Grenze konnten wir uns über ein Fastfoodrestaurant freuen.

Bis Europa noch 20 km

Die ersten Grenzkontrollen mussten wir bereits einige Kilometer vor dem eigentlichen Grenzübergang über uns ergehen lassen und wir sind froh wieder in Europa zu sein. Denn obwohl die Russen oft gastfreundlich waren, bleibt die Kultur zunächst fremd.

Zum Abschluss erwähnen wir nochmal das karge und zugeteilte Frühstück am heutigen Morgen. Das Foto unseres Frühstückraumes täuscht erheblich über die übrige Qualität hinweg, die nicht mal so genannt werden kann.

Unser Frühstücksraum

Wir grüßen heute mal die Daheimgebliebenen, insbesondere unsere Familien und auch Patrik Arnold, der unseren Blog interessiert verfolgt.

 

13. Juni 2016

Wir übernachteten in Narwa (Estland) und fuhren heute in das 140 km entfernte Mustvee (Estland).

Nach nunmehr 5 Tagen konnten wir das erste Mal richtig frühstücken und uns für die lange Strecke gewohnt stärken. Die Regentage sind vorbei. Wir verpacken daher unsere Regenkleidung in die unteren Taschenregionen. Die Navigatoren waren sich heute bezüglich der Streckenführung einig.

Beschilderung R 1

Ausgangs Narwa besuchten wir einen Deutschen Soldatenfriedhof,

Deutscher Soldatenfriedhof in Narwa

auf dem bis jetzt 15.000 Tote gebettet sind und hier immer noch Zuführungen stattfinden.

In stillem Gedenken:

„Die Soldatengräber sind die grossen Prediger des Friedens“
Albert Schweitzer

Heute durchquerten wir bei gutem Wetter die schönen Landschaften Estlands. Trotz anstrengender Strassenuntergründe sind wir gut vorangekommen.

Streckenverhältnisse

 

Das Material hält

Ich glaube, dass sich heute ab und zu der „innere Schweinehund“ meldete, den wir aber durch taktische Pausen abhängen konnten.

Die nächsten drei Tage liegt die jeweilige Kilometertagesleistung unter 100 km, so dass wir etwas entspannter Reisen werden.

Die Stimmung in der Truppe ist weiterhin vorzüglich.

Gute Stimmung

 

14. Juni 2016

Nach einem etwas holprigen Start heute morgen, Bernd hatte aus Versehen erst die Hotelzimmerschlüssel mitgenommen und die Schaltung von Hubert’s Rad machte Probleme, durchquerten wir eine typische alte hiesige Siedlung auf dem Weg von  Narwa nach Tartu.

Die typische Bauweise mit Holz ist hier überwiegend vertreten und prägt die Ortsbilder.

 

typische Häuser

Bei mittlerer Temperatur, aber außerordentlichem Sonnenschein, fahren wir die heutige knapp 80 km lange Strecke. Auf den letzten 20 km sind doch noch einige Höhenmeter zu überwinden. Die vergangenen Fahrtage hinterlassen doch allmähliche Blessuren der einen oder anderen Art.

Hubert warnt uns vor dem Queren von Elchen. Leider begegneten wir jedoch keinem Elch.

Warnung vor Elchen

Zudem durften wir eine tausendjährige Eiche bestaunen, die unter Naturschutz steht.

tausendjährige Eiche

Tartu selbst ist eine Studentenstadt und bei bestem Wetter gönnen wir uns ein paar Kaltgetränke.

Auch Radler brauchen eine Pause

Leider boten sich die Navigatoren rund 3 km vor dem Ziel noch einen Wettstreit. Darunter mussten die Mitfahrer leiden und verloren in der grossen Stadt zeitweilig die Orientierung.

2 Navigatoren 2 Meinungen

Hier ist oft freies WLAN vorhanden. Hiervon kann sich Deutschland eine Scheibe abschneiden.

 

15. Juni 2018

Nach einem auskömmlichen Frühstück verpacken wir – wie jeden Tag – unsere Ausrüstung. Das folgt bei jedem Teilnehmer einem mehr oder minder festgelegtem System, da die Taschen bei abendlicher Ankunft auch immer fast vollständig geleert werden.

Das hat den Hintergrund, dass dabei immer der Überblick erhalten bleibt.

Gerade bekommt Peter die traurige Nachricht, sein ehemaliger Arbeitskollege sei verstorben.

Halbzeit / Bergfest

 

Die Hälfte der Tour bezüglich Strecke und Dauer haben wir geschafft. Und das sei nochmal für die Sonntagsradfahrer erwähnt. Wir fahren jeden Tag mit Gepäck, haben Höhenmeter zu überwinden und oft bläst einem der Wind ins Gesicht, und das Tag für Tag.

Wir fuhren heute von Tartu (Estland) nach Valka (Lettland).

Heutige Route

Wir machten Mittagspause in Otepää. Hier wurden wir zur Teilnahme am Ironman eingeladen, mussten diese aber dankend ablehnen, weil wir unsere Badehosen nicht dabei hatten.

Ironman

Am Abend zuvor bekamen wir die Informationen, dass die estnische Sprache mit dem Finnischen verwandt ist. Daher erinnert die Sprache aber auch die Kleidung an das Skandinavische.

Das war bisher die schwierigste Etappe, obwohl es nur 90 km waren. Denn durch die estnischen Wälder hindurch, wurden die Stechmücken bei sengender Hitze zur Plage. Zusätzlich waren rund 600 Höhenmeter zu überwinden.

Estnischer Wald
Pause für den Drahtesel
Selfie Günter

Bei der jetzigen Ankunft stellt Hubert leider fest, dass er seine Packtaschen praktisch diebstahlsicher verzurrt hatte und er hatte den Schlüssel für sein Kettenschloss verlegt. Nun lebt er vom „Fahrrad in den Mund“.

 

16. Juni 2018

Die Unterkünfte stellen uns teilweise auch auf die Probe. Nur in wenigen  Einzelfällen entsprechen diese dem 2 oder 3-Sterne-Niveau unseres Standards. Zudem kommt bei Zieleinkunft dann immer auch die Frage auf, wo wir ein gescheites „Abendbrot“ bekommen können. Und die Erfüllung dieses Wunsches ist nach einem anstrengenden Tag von immenser Bedeutung. Denn der körperliche Akku ist leer.

Schmerz geht, Stolz bleibt

Unter diesem Motto stand die heutige Etappe.

Heute fuhren wir von Valka (lettischer Teil der Stadt) nach Cesis (Lettland;deutsch: Wenden).

Eingang Cesis

Die Stadt liegt auf Hügeln und Terrassen und was das für uns bedeutet ist klar: Es geht bergauf!

25 km vor dem Ziel des heutigen Tages gönnen wir uns einen Kaffee, um dann kurz die nächsten Anstiege zu nehmen. In Smiltene mussten wir in der Apotheke Mückenschutz nachkaufen, welches wir hier oft verwenden. Denn die Strecke führte durch Naturreservate.

Naturschutzgebiet

Eine lange aufsteigende Schotterpiste sowie einige 7 %-Steigungen forderten unser gesamtes Können. Hierbei mutiert Bernd fast zum Bergspezialisten.

Während der längeren Pause wird viel von früher erzählt, da es unterwegs hierfür viele altgeschichtliche Anhaltspunkte gibt.

Die insgesamten Höhenmeter betragen zum Schluss 520 Höhenmeter.

Günter und Peter
Materielles Profil

 

17. Juni 2018

Weiter, weiter und immer weiter!

Heute wurde es nochmal schwierig auf dem Weg nach Riga. Rund 115 Streckenkilometer mit 550 Höhenmetern versehen, waren heute zu bewältigen, bevor wir uns nach 7 Fahrtagen einen Tag Pause gönnen. Heute vermischte sich der Schweiß mit Sonnencreme und Mückenspray. Kein Scherz, teilweise war der Asphalt der Strassen geschmolzen.

Die Sonne zeichnet sich langsam an unseren Körpern ab.

In Riga werden wir uns eine kleine Stadtführung buchen, um die Sehenswürdigkeiten der Stadt komprimiert kennen zu lernen.

Einfahrt Riga

Exkurs

In den baltischen Staaten werden die Toilettentüren mit dem Türschloss nach links oder nur mit einem kleinen Metallhaken verschlossen.

Ausgangs Cesis  bewältigten wir eine 30 km lange schwierige Schotterpiste mit starken Steigungen, aber dann auch wieder gefährlichen Abfahrten. Vorbeifahrende Autos umhüllten uns mit Staubwolken.

Schotterrampe

 

Auf dem Weg nach Sigulda,

Wilder Bach nach Sigulda

 

wo wir eine Pause einlegten, verfolgte uns ein Schäferhund auf 15 km. Wir konnten ihn zunächst nicht abschütteln und mussten Hubert vor dem Hund schützen.

Schäferhund

 

Bahnhof Sigulda
Bahnhof Sigulda

 

Wir kämpften uns abschliessend noch 10 km durch Riga durch, um von einer sehr unfreundlichen Hotelangestelllten empfangen zu werden.

 

18. Juni 2018

Heute stand Sightseeing in Riga auf dem Programm. Nicht der militärische Ablauf – sechs Uhr aufstehen, Packtaschen einräumen, acht Uhr Abfahrt – stand an, sondern ein gemütliches Frühstück mit ausreichend Zeit zur Regeneration.

Es wird auf dieser Tour wohl keinen vollständigen Regentag geben, so wie ihn Peter eigentlich jedes mal fordert.

Der Flüssigkeitsbedarf liegt an Fahrtagen bei Temperaturen um 25 bis 30 Grad und grösserer Sonneneinstrahlung bei rund 4 bis 5 Liter pro Person.

Die Stadtführung und insbesondere der Besuch der Altstadt führte bei uns zu neuen geschichtlichen Erkenntnissen. Für alle Leser, die dieser Satz  schon langweilt, ist gesagt, dass mit Riga schon wieder deutsche Geschichte verbunden ist.

Erste Strasse Riga
Günter hat ein neues Rad
Besuch aus Sachsen von der Polizei ermahnt
Erstes Kraftwerk Rigas, heute Museum
Impressionen Riga

 

Reste der Stadtmauer

 

Noch mehr Impressionen aus Riga

 

Barrikaden 1991 Freiheitskampf

 

Ältestes Wohnhaus Riga

 

Schwarzhäupterhaus

Riga ist die Stadt des Tannenbaum, welches deutsches Brauchtum symbolisiert. Der Stadtgründer Rigas ist der deutsche Bischof Albert aus Buxtehude. Auch die erste Strasse Rigas wurde von Deutschen erbaut.

Richard Wagner hat hier drei Jahre gelebt und verliess die Stadt aus wirtschaftlicher Not oder heute würde man sagen wegen Erfolglosigkeit.

Riga ist auch als Stadt des Jugendstils bekannt.

Wir standen gerade auf dem Platz der Freiheitsstatue und sehen den Tross des irländischen Ministerpräsidenten vorbeifahren.

Freiheitsstatue

Unser bekannter Schauspieler Heinz Erhardt ist im Jahre 1909 hier geboren worden.

Wir bereiten uns schon geistig auf den morgigen Tag vor, der wohl der anstrengendste der Tour werden wird. Und zwar ist im Verlaufe des Tages teilweise Regen und starker Wind vorhergesagt.

 

19 Juni 2018

Wir starteten die längste Etappe früher als die Tage zuvor. Wir fuhren aus Riga hinaus auf das Tagesziel Kuldiga zu,  beides in Lettland gelegen. Es waren rund 160 km zu bewältigen. Die Wettervorhersage sagte einen bedeckten Himmel, eine Temperatur bis 20 Grad und böige Winde voraus. Und diese Vorhersage bestätigte sich nicht nur, sondern wurde noch durch Regenschauer ergänzt. Es war eine riesige Strapaze.

Wir brauchen eine Pause

Da Peter als Redakteur nach dem heutigen Tag auch nicht mehr viel Lust zum Schreiben hat, gibt es ein paar technische Details und einige Fotos mit Untertiteln.

Hubert im Gras
Rigaischer Meerbusen
Peter’s Rad am Meerbusen
Fahrrad-und Fußweg in einem

 

Die selbst verordnete Aufgabenverteilung im Team sieht wie folgt aus:

# Günter, 1. Navigator

# Hubert, 2. Navigator

# Bernd, Teamsupporter

# Peter, Redakteur

Bisher war der Ostharz im Jahre 2015 als Streckenanteil die grösste Herausforderung neben Kluki in Polen. Aber die diesjährige Strecke steht dem mit ihren Herausforderungen mit Nichts nach.

Der 160 km – Höllenritt

Wir saßen 10 Stunden im Sattel und fuhren der untergehenden Sonne entgegen, als wir dann nach 160 km in Kuldiga (Lettland) eintrafen. Wir überwanden 675 Höhenmeter und 50 km Gegenwind.

Jeder hatte sein eigenes Dopingmittel, entweder Süßigkeiten oder Musik. Danke an Jonasz, der mir (Peter) die Musik zusammengestellt hat.

Wir sind stolz diesen kernigen Tag geschafft zu haben und freuen uns auf unser eigenes Finale.

 

20. Juni 2018

Der gestrige Tag war noch nicht ganz verdaut. Selbst ein Abendessen hatten wir ob der späten Ankunft sausen lassen, so abgekämpft waren wir.

Dennoch starteten wir voller Vorfreude mit dem letzten Tag der gesamten R 1 Europastrecke von Calais nach St. Petersburg. Es sind die letzten 116 km der rund 4.000 km von uns gefahrenen Gesamtstrecke durch neun Länder Europas.

Unsere Strecke 2018 im Bild

Wir steckten voll Adrenalin. Denn uns wurde bewusst, wie viele Resourcen wir in das Projekt reingesteckt hatten.

Und uns ist klar, dass wir zu den wenigen Bikern gehören, die diese Leistung gestemmt haben.

Wir lernten viele Länder und deren Menschen und Kultur kennen.

Weltradler aus dem Siegerland getroffen

Wir lernten aber auch uns gegenseitig besser kennen. Denn Individualismus und Teamfähigkeit war miteinander in Einklang zu bringen.

Stärke durch Regelmäßigkeit oder quod erat demonstrandum

Das ist ebenfalls ein anzuwendendes Motto für das Projekt. Regelmäßiges Training, Organisation und Planung lässt ein solches Vorhaben wahr werden.

Erstmal werden wir uns sicherlich erholen, wenn wir nach unserer zweitägigen Fährfahrt über die Ostsee in die geliebte Heimat zurückkehren.

Und dann stellt sich irgendwann die Frage: Was kommt jetzt?

Noch ein paar Daten zum heutigen Tag. Wir überwanden 438  Höhenmeter auf 116 km. Wir hatten auf rund 80 km Gegenwind.

Stadtgrenze

Jetzt aber sitzen wir zur Feier des Tages in der Hotellobby und trinken unser Siegerbier.

Die Siegertruppe

Zum Abschluss grüssen Hubert, Günter, Bernd und Peter alle, die mit uns mitgefiebert haben.

In den nächsten Tagen wird es noch von jedem Teilnehmer eine Nachlese oder Fazit geben.

 

21. Juni 2018

Heute gibt es nur die 27 stündige Rückfahrt mit der Fähre von Liepaja nach Travemünde.

Stena Line, hier geht es zur Fähre

 

Ab in die Heimat
Für Fahrradfahrer wird das grosse Tor aufgemacht

 

Auf Wiedersehen Liepaja und auf eine gute Rückfahrt mit der Fähre

 

22. Juni 2018

Zurück in der Heimat

 

Hubert Kröger:

Nach anstrengenden Tagen bin ich dankbar, dass ich als Rentner diese Tour durch Polen, die baltischen Staaten und durch Russland in den letzten beiden Jahren ohne große Probleme bewältigen konnte.

Einzigartige Naturlandschaften im ostpreußischen Teil unserer Tour, die Kurische Nehrung, die endlosen  Strände der Ostsee im Baltikum  oder die einsamen Weiten in Estland mit dem Peipursee bleiben mir in lebhafter Erinnerung. Städte wie Danzig, Königsberg, Klaipeda, Liepaja, Riga, Tartu, Narva und St. Petersburg lernte ich kennen. I

ch war nicht als Tourist unterwegs sondern als Reisender mit dem eigenen Antrieb des Fahrrads. Mein besonderer Dank gilt den drei jüngeren Mitfahrern Bernd, Günter und Peter für die Harmonie während der vielen Tage. Extreme oder anstrengende Situationen führten nie zum Streit. Erwähnen muss ich auch meine Famile für die uneingeschränkte Akzeptanz dieser einmaligen Reise.

 

Peter Möllmann:

Klar, es war über Jahre hinweg eine körperliche aber auch mentale Provokation.

„Earn it“. Verdien es dir. So steht es auf meinem T-Shirt, welches ich jedesmal am letzten Tag einer Tour trage.

Rund 10.000 km habe ich in diesem Projekt als Kilometerleistung stecken. Der Kaufpreis des Rades hat sich durch Reparaturen und Ersatzteile verdoppelt.

Ein herzliches Dankeschön an meine Familie sowie an Thomas, Hubert, Bernd und Günter.

 

Günter Stuntebeck:

Mein Fazit der Tour 2018: „das Baltikum ist eine Reise wert“. Mit dem Fahrrad ist es natürlich besonders speziell. Aufgrund mangelnder Infrastruktur sind lediglich die mittleren bis größeren Städte (u. B. Narwa, Valga,  Cesis,  Tartu) sehr gut erschlossen, restauriert und präsentieren sich traditionell,  aber auch westlich modern.

Zwischen den Städten  einsame Landstriche, dünn besiedelt, mit Straßen und Wegen in mittlerem bis schlechten Zustand. Naturliebhaber und Zivilisationsflüchlinge finden hier ihr Eldorado.