Hubert Kröger

Hubert Kröger
Auch wenn man alleine mit dem Fahrrad unterwegs ist, so trifft man unterwegs immer wieder interessante und freundliche Menschen.

Nach einer nicht erfolgreichen Fußballkarriere und vielen regelmäßigen Laufeinheiten bis zu 15 km spürte ich, dass meine beiden Knie irgendwann mit diesen Belastungen nicht mehr einverstanden waren. Somit wechselte ich im Alter von 40 Jahren zum Hobbyradsport. Diesen Schritt habe ich nie bereut. Je mehr Bewegung mit dem Fahrrad, desto weniger wurden die Schmerzen im Knie. Heute bin ich schmerzfrei.

Im Rentenalter von 67 Jahren fahre ich den Sommermonaten regelmäßig in verschiedenen Gruppen oder auch alleine Rennrad. Besonders liebe ich die Ausfahrten sonntags im Sommer um 6.30 Uhr mit 3 weiteren Kollegen über 120 km bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 30 km/Std. Die Monate im Herbst, Winter und Frühjahr stehen für das Mountainbike in den Dammer Bergen oder im Wiehengebirge bei Engter zur Verfügung.

Zu dieser sportlichen Variante des Radfahrens kommen auch zahlreiche Touren mit der Familie oder mit Freunden hinzu. In Deutschland habe ich viele Städte an Flüssen besucht. Flüsse wie Elbe, Weser, Ems, Rhein, Isar, Mosel, Donau, Main, oder Ruhr kenne ich teilweise von der Quelle bis zur Mündung. Oft sind wir auch im Ausland unterwegs gewesen und schätze besonders das Radwegenetz in Holland. Einige Touren bleiben mir besonders in Erinnerung. Mit meinem damals 25jährigen Sohn Janbernd radelten wir beide 2005 über mehrere Tage bis München. Unmittelbar nach Eintritt in das Rentnerdasein nahm ich eine Auszeit und fuhr alleine bis Venedig. Vergleichbar war diese Tour mit einer Pilgerreise. Die Anstrengungen mit dem Überqueren der Alpen waren in Südtirol und Norditalien schnell vergessen.

Hubert Kröger – Familie
Auch innerhalb der Familie läßt sich der Radsport gut organisieren. Hier bin ich unterwegs mit meinen Kindern und Schwiegerkindern Richtung Aschaffenburg. In 3 Tagen war das Ziel Aschaffenburg mit dem Rennrad erreicht. Das Begleitfahrzeug wurde gefahren von meiner Frau Hanna und Steffi Neumann. Von liinks: Hanna Kröger, Hubert Kröger, Franziska Fortmann, Janbernd Kröger, Anne Kröger, Stefan und Steffi Neumann (Freunde), Matthias Fortmann.

Da ich auch Mitglied im legendären A-Kader-Mühlen bin, hörte ich von der Tour (Europa-Tour R1 Calais bis St. Petersburg) meiner Radfreunde Günter Stuntebeck, Bernd Stromann, Thomas Kowalski und Peter Möllmann. Interessiert habe ich die jeweiligen Jahresetappen verfolgt. Die Etappe im vorigen Jahr 2017 von Danzig bis Liepaja in Lettland bin ich gerne mitgefahren und ich freue mich sehr, dass wir im kommenden Juni die letzte Etappe über 950 km starten können. Häufig werde ich gefragt, warum ich diese Touren unternehme. Durch die besondere Begegnung mit dem Rad kann ich das Land, die Natur und auch die Menschen viel intensiver kennenlernen.

Natürlich bin ich dankbar, dass ich meine jährlichen gefahrenen 7.000 km bisher ohne gesundheitliche Schäden bewältigen konnte. Im Gegenteil: Der sportliche Einsatz sorgt auch im voranschreitenden Alter für einen guten Gesundheitszustand.