Peter Möllmann

Peter Möllmann
An der russisch-polnischen Grenze 2016

Mein Name ist Peter Möllmann. Ich bin 51 Jahre alt und lebe seit dem Jahr 2015 mit meiner Familie (Kerstin, Kathrin, Judith und Hund Nicki) in Mühlen i. O. Ich bedanke mich bei meiner Familie, die mir die Freizeit für das Training und die Radtouren ermöglicht.

Das Interesse an diesen Touren ist durch Thomas Kowalski – ebenfalls aus Mühlen – entstanden, der auch Initiator des „Europaradweges R 1“ von Calais bis nach St. Petersburg ist und sich leider aber nach dem Streckenabschnitt „Polen“ von der Gruppe verabschiedete.

Mich hat einfach die Herausforderung gereizt, diese Gesamtstrecke durch verschiedene Länder mit den unterschiedlichen Streckenverhältnissen und länderspezifischen Gegebenheiten zu bewältigen. Schnell wurde mir klar, dass das nur mit Disziplin und passender Logistik zu schaffen ist.

Ich wurde als „Gastfahrer“ aufgenommen und beende hoffentlich auch erfolgreich den letzten Streckenabschnitt („Train hard and win easy“)

Peter Möllmann – Motto
Mein Motto

Vor einer derartigen Herausforderung ist natürlich das spezifische Training mit dem Rad äußerst wichtig. Da ich kein „Rennradfahrer“ bin, bereite ich mich Monate zuvor mit entsprechendem Aufbautraining vor, in dem die Trainingsstrecken mit fortschreitender Zeit immer weiter ausgedehnt werden. Hierbei achte ich darauf, dass Strecken- und Höhentrainingselemente dem jährlichen Routenverlauf angepasst werden. Für mich startete das Training in diesem Jahr im Januar bei – 5 Grad Celsius.

Wichtig ist meiner Meinung nach aber immer die dauerhafte körperliche Gesamtsituation als Basiselement. Das Training hierfür absolviere ich schon seit Jahrzehnten regelmäßig. Hierbei bediene ich mich auch heute noch den „Cross-Fit-Elementen“ (früher nannte man das natürlich nicht so) des Kampfsports. Als Inhaber des 1. Dan (Schwarzgurt) im Taekwondo weiß ich, wie der Körper funktioniert und für verschiedene Leistungsbereiche zu optimieren ist. Hiermit möchte ich nun einmal die Gelegenheit nutzen und auch denjenigen danken, die mich jahrelang zuvor in dieser Kampfkunst ausgebildet oder begleitet haben. Hierzu gehören in den Anfangsjahren Otto Thöben und Klaus Thölke aus Lohne, in den Folgejahren dann die beiden Großmeister Karl-Heinz Oventrop und Werner Unland aus Bramsche sowie Dr. Matthias Wolter als langjähriger Trainings- und Wettkampfpartner sowie Motivator (Ich grüße Dich).

Peter Möllmann – Training
Training im Januar 2018

So und jetzt steht einer der herausforderndsten Streckenabschnitte an. Sollten wir diesen Abschnitt erfolgreich hinter uns bringen, gehören wir zu den wenigen, die die Gesamtstrecke des Europaradweges von Frankreich bis Russland geschafft haben (finished). Aus Sicherheitsgründen haben wir in Teilabschnitten für uns auch kleine Abweichungen zugelassen. Aus logistischen Gründen kehren wir diesmal die Strecke um und fahren nun von St. Petersburg beginnend bis Liepaja.

Damit wäre dann das Projekt „R1“ abgeschlossen. Sicherlich werden wir uns daran noch Jahre zurückerinnern. Vielen Dank auch an meine Mitfahrer – einschließlich Thomas – für die Unterstützung und die Erlebnisse.

Um bereits für das Folgejahr ein Ziel zu haben, habe ich das Erreichen des Nordkaps oder eine Alpenüberquerung vorgeschlagen. Mal sehen, auf welche Zustimmung das trifft.

Training-Closing-Time:

Meine letzte Trainingsfahrt vor der diesjährigen Tour inklusive Gepäck habe ich am 30. Mai 2018 beendet. Es war nochmal eine schöne Strecke mit Höhenelemente durch die Dammer Berge. Insgesamt stehen somit rd. 2.300 Trainingskilometer auf dem Tacho. Das sollte reichen, um die anspruchsvollste Teilstrecke des R 1 durchzustehen.